Das Surface Studio – der neue All-In-One PC von Apple äähh Microsoft

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Microsoft will es wissen. Nach der Einführung der Surface Reihe, die momentan durch das Surface Pro 4 und das Surface Book repräsentiert wird und mit Mobilität, Flexibilität und Stifteingabe punkten kann (mehr dazu in unserem Test des Surface Pro 4) hat Microsoft auf der gestrigen Keynote ein neues Surface Produkt vorgestellt: Das Surface Studio.

Microsofts All-In-One-PC: Das Surface Studio

Dabei handelt es sich um einen All-In-One PC, also einen Monitor mit Standfuß, in den ein PC integriert ist und somit das externe Computergehäuse entfällt. Das ist erstmal keine große Erfindung, denn All-In-One PC gibt es bereits einige auf dem Markt, nicht zuletzt den iMac von Apple. Trotzdem hat Microsoft für einige „Ohhh“-Momente während der Präsentation gesorgt. Dieses Gefühl haben wir bei den letzten Apple Keynotes leider vermisst. Genau diese positiven Überraschungen führen nämlich zu diesem „Ich will das haben“ Gefühl, das jeder Gadget Liebhaber so gut kennt. Und das Surface Studio möchten wir haben, und zwar jetzt!

Der Bildschirm des Surface Studio

Der erste Grund warum uns das Surface Studio begeistern kann, ist der Monitor. Es handelt sich um ein 28 Zoll großes 3:2 TrueColor Display mit einer Auflösung von 4500 mal 3000 Pixeln, was einer Pixeldichte von 192PPI entspricht und 10 Bit Farbtiefe. On the fly kann die Farbdarstellung zwischen dem DCI-P3 und dem sRGB Farbraum umgeschaltet werden. Dieser Screen versucht also mit allen Mitteln, ein prächtiges und scharfes Bild zu zaubern, und das dürfte ihm mit diesen Werten auch gelingen. Durch die True Scale Funktion kann er zusätzlich Print-Dokumente in der exakten Größe darstellen, so dass der Bildschirminhalt genau mit der Größe des gedruckten Dokumentes übereinstimmt.

Das Surface Studio hat Touch

Als Mitglied der Surface Reihe ist es eigentlich nicht verwunderlich, aber trotzdem hat es uns überrascht: Bei dem Surface Studio handelt sich um einen Touch-Computer! Der Monitor verfügt über eine 10 Point Multi-Touch Erkennung, und selbstverständlich wird der Surface Pen auch unterstützt. Das Surface 4 Pro hat uns bewiesen, dass die Touch Bedienung unter Windows 10 mittlerweile gut funktioniert der Surface Pen ein nützliches Tool ist.

Der Studio Mode des Surface Studio

Dann präsentierte Microsoft den Grund für den Namen Surface Studio: Den Studio Mode! Das ist eine Funktion, die man eigentlich mehr von Apple erwarten würde. Der Monitor lässt dich bis zu 20 Grad auf den Tisch absenken und so transformiert er sich von einem Premium Display zu einer gigantischen digitalen Zeichenfläche. Die Präsentation dieses Features ist Microsoft gut gelungen und so sorgte dieser Augenblick für ordentlich Gänsehaut. Die Vorstellung, auf einem 28 Zoll großem Tablet mit einer Auflösung jenseits von 4k und wohl naturgetreuer Farbwiedergabe zu schreiben und zu zeichnen, macht einfach Spaß! Die Monitorposition soll sich dabei ohne größeren Kraftaufwand verstellen lassen. Dafür hat Microsoft extra das „Zero Gravity Hinge“ entwickelt, die beiden Monitorhalterungen die durch ihre jeweils über 80 Bauteile dafür sorgen, dass der mehrere Kilo schwere Bildschirm wie schwerelos vom Anwender bewegt werden kann.

One Last Thing: Das Suface Dial

Damit war die Keynote allerdings noch nicht vorbei. Bereits während das Surface Studio vorgestellt wurde fragte man sich, was da für ein runder Puck auf der linken Seite des Gerätes steht. Und schließlich gab Microsoft darauf eine Antwort: Ein neues Eingabegerät!

Das Surface Dial kann mit jedem Surface Produkt verwendet werden und bietet die Möglichkeit, durch Tipp- und Drehbewegungen Funktionen wie weiterblättern, zoomen oder ähnliches zu steuern. Diese Funktionen hängen dabei von der gerade verwendeten Software ab. Ist man z.B. gerade mit Filmschnitt in Adobe Premiere beschäftigt kann man mit dem Dial also in der Timeline vor- und zurückspulen, sofern Adobe uns das erlaubt.

Das ist generell eine praktische Idee, aber eigentlich nicht sonderlich herausragend. Es sei denn, man stellt das Surface Dial auf den Bildschirm des Surface Studio. Denn dann reagiert die gerade geöffnete Software auf den Puck und zeigt um diesen herum die verschiedensten Werkzeuge an, die dann durch drehen ausgewählt werden können! Damit wird es möglich, die Farbe eines Pinsels zu ändern während man einen Pinselstrich zeichnet. Ob sich diese Art der Bedienung im Alltag bewährt bleibt offen, aber abgefahren ist das Surface Dial auf jeden Fall!

Fazit:

Gestern hat uns Microsoft mit einem Paukenschlag sein neuestes Hardware Produkt präsentiert – das Surface Studio. Wir sind von dem neuen Mitglied der Surface Reihe begeistert! Der beeindruckende Screen, der Studio Mode und das Surface Dial machen auf jeden Fall Lust darauf, das Gerät selbst auszuprobieren. Leider sind die Preise sehr hoch angesetzt – die billigste Version mit i5 CPU, 8GB Ram und 2GB Grafikkarte beginnt bei 2999$ und für das leistungsfähigste Modell mit i7 Prozessor, 32GB Ram und 4GB Grafikkarte muss man 4199$ aufbringen.

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