Die Consumer Version des Oculus Rift ist ab Ende März für 742 Euro erhältlich

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Gestern um 17:00 Uhr hat Oculus.com die Vorbestellung (Link zu Oculus) für die Consumer Version des Oculus Rift gestartet und gleichzeitig den Preis für das erste massentaugliche Virtual Reality Headset bekannt gegeben. Oculus Rift wird in Deutschland für 700,00 Euro (inkl. Steuern) + 42 Euro Versand erhältlich sein. Ursprünglich wurde als Lieferdatum Ende März angegeben, wenn man jetzt vorbestellt muss man allerdings schon bis Juni auf sein Exemplar warten.

Rückblick

Am 1. August 2012 startete die von Palmer Luckey initiierte Kickstarter Kampagne, um das erste massentaugliche Virtual Reality Headset zu produzieren. Für 300 US Dollar konnte man ein sogenanntes Developer Kit bestellen, bestehend aus einem Headset mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln (640 x 800 pro Auge) und einer Connector Box, über die das Gerät am Computer angeschlossen werden konnte. Die Auslieferung startete im März 2013. Palmer trat damit einen VR Hype los, der bis heute anhält.

Im Januar 2014 wurde das verbesserte Developer Kit 2 vorgestellt, dass mit 1920 x 1080 Pixeln über eine höhere Auflösung, ein OLED Display und ein Head-Tracking System verfügte.

Im März 2014 kaufte Facebook das Unternehmen Oculus für 2 Milliarden US Dollar.

Die Consumer Version

Oculus Rift

© oculus.com

Laut Palmer Luckey bezahlt der Kunde mit den 600 US Dollar, die das Gerät in den USA kostet, nur die darin verbaute Technik. Diese hat sich seit 2012 auch deutlich verbessert. Für jedes Auge ist nun ein eigener OLED Bildschirm mit 1080 x 1200 Pixeln verbaut. Außerdem enthält das Paket einen Kopfhörer, einen Sensor, der die exakte Position und Neigung des Kopfes erfassen kann, einen XBox One Controller, eine Fernbedienung und das Spiel Lucky’s Tale. Für alle Vorbesteller gibt es zusätzlich als Bonus den 3D Weltraumshooter EVE: Valkyrie.

Damit ein PC Spiele in der Auflösung von 2160 x 1200 Pixeln flüssig darstellen kann, benötigt er aktuelle Hardware. Ob der eigene PC mit der Rift kompatibel ist, kann über dieses Tool (Link zu Oculus) ermittelt werden.

Unsere Einschätzung

Mit dem relativ hohen Preis für die Endkunden Version sorgte Oculus für einen Dämpfer bei den VR Enthusiasten. Für 742 Euro darf der Rift eben kein Spielzeug mehr sein, dass nach wenigen Stunden in der Ecke verstaubt. Das Headset muss im Zockeralltag komplett überzeugen und so auf Dauer für eine Bereicherung im Spiele-Erlebnis sorgen. Es bleiben keine Reserven mehr für Kinderkrankheiten oder Abstriche. Facebook will mit der ersten Consumer Version offensichtlich noch nicht die breite Masse erreichen, sondern richtet sein Angebot an die besser verdienenden Computerspieler. Damit bricht Palmer Luckey vorerst sein Versprechen, Virtual Reality für alle möglich zu machen.

Mit Valve und Sony stehen zwei Konkurrenten in den Startlöchern, die demnächst die Preise und die finale Hardware für Ihre Virtual Reality Brillen  HTC Vive und PlayStation VR bekannt geben werden.

Letztendlich muss aber das Virtual Reality Erlebnis darüber entscheiden, ob die noch relativ hohen Kosten für den Oculus Rift gerechtfertigt sind. Und vermutlich wird man für den tiefen Griff in seinen Geldbeutel sehr ordentlich belohnt. Ob das dann wirklich so ist, werden die ersten ausführlichen Tests Ende März zeigen.

Oculus Rift

© oculus.com

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